Burke, Doris
Das Konzept des uneindeutigen Verlusts (ambiguous loss) in der Trauerarbeit
Erscheinungsdatum: 12.07.2018
Seitenzahl: 10
Dateigröße: 138 KB
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Preis: Kostenlos
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Stichworte:
Trauer, Verlust, Gefühle, Abwesenheit, Belastungen, Resilienz, Angehörige, Unterstützung

Kurzbeschreibung:

Oftmals wissen Menschen, die von einem uneindeutigen Verlust betroffen sind, gar nicht, dass sie in einer Verlustsituation sind, die es zu betrauern gilt. Daraus resultiert anhaltender Stress verbunden mit allen Merkmalen, die zur Lebenseinschränkung führen und Beziehungen nachhaltig belasten und gefährden.

Die bedeutende amerikanische Traumaforscherin Pauline Boss hat 1975 den Begriff des uneindeutigen Verlusts (ambiguous loss) geprägt. 2 Arten sind zu unterscheiden:

  • ein Mensch ist körperlich abwesend, für die Hinterbliebenen aber psychisch-mental anwesend, z.B. Verschollene, gefallene Soldaten, Inhaftierung...
  • ein Mensch ist physisch anwesend, seelisch-geistig aber abwesend, z.B. Alzheimererkrankte, Schlaganfall, Menschen, die im Koma liegen…

Das traumatische Ereignis besteht fort und kann nicht abgeschlossen werden. Der Kernkonflikt ist die Unklarheit: ein unklares Ereignis, eine unklare Situation; Tatsachen über den Zustand eines Angehörigen bleiben mehrdeutig.  Es muss mit der Spannung widersprüchlicher Gefühle (Ambivalenz) und widersprüchlicher Gedanken (Ambiguität) gelebt werden.

Ich rege an, wie Unterstützer_innen Impulse geben können, um die Resilienz - Kräfte Betroffener zu fördern, damit sie sich mit den Belastungen und Spannungen in ihrem Leben dehnen und sich diesen anpassen können. Uneindeutige Verluste betreffen jeden Menschen. Es dient der allgemeinen Beziehungsfähigkeit und dem sozialen Miteinander, sich mit ihnen freundlich zu beschäftigen!

Dieses eBook ist als Artikel in der "Zeitschrift für die Transaktionsanalyse" Heft 4/2016 erschienen.


Autor/in:

Jahrgang 1957, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Diplom-Sozialpädagogin, Lehrende Transaktionsanalytikerin (C) DGTA/EATA

12 Jahre tätig als angestellte Diplom-Sozialpädagogin im Bereich der Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie mit Jugendlichen/jungen Erwachsenen und deren Bezugspersonen.

Seit 1992 freiberuflich tätig als Beraterin und Supervisorin, Weiterbildnerin.

Seit Jahrzehnten in S-H lebend und innig verbunden mit Menschen, Tieren und der Natur.


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